{"id":208,"date":"2017-08-31T19:53:24","date_gmt":"2017-08-31T19:53:24","guid":{"rendered":"http:\/\/aufdemwegzumendederwelt.de\/?p=208"},"modified":"2019-03-14T19:18:36","modified_gmt":"2019-03-14T19:18:36","slug":"2-tag-1-etappe-st-jean-pied-de-port-roncesvalle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aufdemwegzumendederwelt.de\/?p=208","title":{"rendered":"2. Tag &#8211; 1. Etappe (St. Jean Pied de Port &#8211; Roncesvalle)"},"content":{"rendered":"<p>Ganz entspannt\u00a0brechen wir gegen 8:00 Uhr, nach einem wirklich guten Fr\u00fchst\u00fcck, viel zu sp\u00e4t zu unserer ersten Etappe auf. Gef\u00fchlt\u00a0verlassen wir als letzte Pilger St. Jean Pied de Port, die Stra\u00dfen\u00a0sind menschenleer.<\/p>\n<p>Bereits kurz hinter dem historischen Stadttor &#8211; also am Beginn des Camino &#8211; schl\u00e4ngelt sich unser Weg sehr steil Richtung Orrison. Fr\u00f6hlich plappernd machen wir noch Witze \u00fcber unsere Rucks\u00e4cke, halten das eine oder andere Mal am Wegesrand um deren Sitz zu optimieren oder die herrliche Aussicht zu fotografieren. Wir\u00a0ziehen vorbei an Pilgern aus dem Pilgerflieger, immer mit dem freundlichen Pilgergru\u00df &#8222;Buen Camino&#8220; auf den Lippen.\u00a0Selbst der einsetzende Regen\u00a0kann unsere Euphorie nicht schm\u00e4lern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-211 size-full\" src=\"http:\/\/aufdemwegzumendederwelt.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_4241.jpg\" alt=\"\" width=\"3264\" height=\"2448\" srcset=\"https:\/\/aufdemwegzumendederwelt.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_4241.jpg 3264w, https:\/\/aufdemwegzumendederwelt.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_4241-300x225.jpg 300w, https:\/\/aufdemwegzumendederwelt.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_4241-768x576.jpg 768w, https:\/\/aufdemwegzumendederwelt.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_4241-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/p>\n<p>Je mehr wir jedoch Richtung Orrison pilgern, desto unglaublich steil wird der Weg. Das alle anderen, ohne Ausnahme, ebenfalls ganz sch\u00f6n am Pusten sind, tr\u00f6stet zun\u00e4chst noch \u00fcber die Anstrengung hinweg. In Orrison angekommen, g\u00f6nnen wir uns erst einmal einen hei\u00dfen Kaffee. Dann geht es mit neuem Elan weiter Richtung Roncesvalle, unserem heutigen Etappenziel.<\/p>\n<p>Der weitere Weg\u00a0ist &#8211; heute Abend mit schmerzenden Gliedern betrachtet &#8211; die H\u00f6lle. Nach nur 13 Kilometern\u00a0kommen bereits die Tr\u00e4nen, die Schmerzen und die gro\u00dfe Frage nach dem Warum. Aufgeben\u00a0gilt jedoch nicht &#8211; immerhin\u00a0haben wir bereits mehr als die H\u00e4lfte es Weges zur\u00fcckgelegt. Es\u00a0sind blo\u00df noch schlappe 12 Kilometer bis zum Etappenziel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um 17:00 Uhr\u00a0ist es tats\u00e4chlich geschafft &#8211; wir\u00a0haben die Pyren\u00e4en \u00fcberwunden.<\/p>\n<p>Das Refugium ist sehr modern, wir schlafen mit nur 40 Pilgern in einem Saal. Es gibt sehr saubere sanit\u00e4re Einrichtungen, warmes Wasser, einen Waschservice, ein Pilgermen\u00fc. Das Fr\u00fchst\u00fcck\u00a0am Morgen\u00a0ist leider bereits\u00a0ausverkauft und es gibt auch keine M\u00f6glichkeit im Ort etwas zu kaufen. Nun, wer eben erst um 8:00 Uhr startet &#8230;<\/p>\n<p>Morgen machen wir uns auf den Weg nach Zubiri (vielleicht &#8211; wir m\u00fcssen erst einmal dar\u00fcber schlafen).<\/p>\n<p>Fazit des Tages: Es ist definitiv leichter das Wort Pyren\u00e4en zu schreiben, als diese zu \u00fcberpilgern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ganz entspannt\u00a0brechen wir gegen 8:00 Uhr, nach einem wirklich guten Fr\u00fchst\u00fcck, viel zu sp\u00e4t zu unserer ersten Etappe auf. Gef\u00fchlt\u00a0verlassen wir als letzte Pilger St. Jean Pied de Port, die Stra\u00dfen\u00a0sind menschenleer. 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